Auf die Schnelle

Die Entstehung des Dorfes Sülze kann nicht exakt datiert werden. Anzunehmen ist jedoch, dass Sülze ursprünglich aus einem Einzelgehöft, einem landtagsfähigen Sattelhof, bestand und die Siedlung nach Inbetriebnahme der Sülzer Saline im 14. Jahrhundert entstanden ist. Der Sattelhof befindet sich nachweislich seit 1390 im Besitz der Familie Rabe, wer vor den Rabes hier ansässig war, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden.

1354 wurde die Ansiedlung „Op dem Solte“ (Auf dem Salze) erstmals urkundlich erwähnt. In Verzeichnissen aus den Jahren 1381 und 1382 werden sowohl Abgaben ansässiger Kötnerhöfe aufgeführt als auch die Erhebung eines Pfannenzinses, wodurch die erste urkundliche Erwähnung des Sülzer Salzwerkes vorliegt.

1475 wurde in Sülze eine erste Kapelle gebaut, die anfangs jedoch noch der Gemeinde in Bergen zugehörig war. Nach einer Schenkung im Jahr 1502 wurde eine eigene Pfarrstelle eingerichtet und Sülze selbständige Kirchengemeinde und Mittelpunkt der Kirchspiels Sülze.

Die Salzgewinnung in der Saline war für diesen Ort über Jahrhunderte bestimmend. Die Einwohner sicherten sich ihren Unterhalt als Sieder, Salzfahrer (Sölter) oder Handwerker. Von diesen Salzfahrern stammt der eigentliche Ortsname, der im Plattdeutschen zu „sult“ verschliffen wurde. Aus diesem wurde Hochdeutsch Sülze.

Das 19. Jahrhundert war zum einen von der Stilllegung der Sülzer Saline im Jahr 1862, zum anderen von umfangreichen Agrarreformen geprägt. Grundlegend für die weiteren Reformen waren die Beginn des 19. Jahrhunderts durchgeführte Generalteilung, durch die die Dörfer feste Grenzen erhielten und jedes Stück Land einer Gemeinde zugehörig war. Der Umfang der den einzelnen Dörfern zugeteilten Flächen richtete sich nach den in der Vergangenheit in Anspruch genommenen Weiderechten. Da Sülze wirtschaftlich vor allem durch die Saline geprägt war und die Landwirtschaft nur eine untergeordnete Rolle spielte, wurden knapp 800h zugesprochen. Dem folgten in den Jahren 1838 bis 1858 die Gemeinheitsteilungen. Die Allmende, d.h. die bis dato gemeinschaftlich genutzte Flächen, wurde nun den einzelnen Höfen als freies Eigentum übertragen, abhängig von den jeweiligen bestehenden Nutzungsrechten an der Allmende. Auf Grundlage der Ablösungsverordnung für das Königreich Hannover aus dem Jahr 1833 erfolgte die Ablösung der auf den Höfen ruhenden Verpflichtungen der Grundherrschaft gegenüber. Die nach dem sogenannten Meierrecht vergebenen Höfe waren bis dato zu zahlreichen Dienstleistungen und Geldzahlungen verpflichtet, die nun gegen Zahlung einer Summe die dem 25-fachen der bisherigen jährlichen Verpflichtung entsprach, aufgehoben wurden und die Höfe damit als freies Eigentum in den Besitz der Bauern übergingen.



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